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M3 Spiegel

M3-Spiegel selber bearbeiten

Ich wollte ja schon seit längerem mal ne kleine Anleitung schreiben, wie es mir mit meinen M3-Spiegeln ergangen ist. Hab die guten Dinger bei ebay bestellt und das paket auch recht schnell bekommen. Leider waren die Spiegel leicht zerkratzt, mittlerweile sieht man davon allerdings nichts mehr.


Benötigte Materialien:

wichtig sind erst mal die Spiegel, dazu geliefert gibt’s die passenden Adapterplatten fürs jeweilige Auto. Die sollten meiner meinung nach auf jeden Fall auch lackiert werden. Dann noch Haftvermittler, welcher vorm Lackieren auf die Spiegel kommt. Dann den eigentlichen Lack und ne Dose Klarlack. Evt. Noch ein wenig schleifpapier um die Oberfläche anzurauhen. Hab ich nicht gemacht, es hat auch so perfekt gehalten….
Wichtig ist, dass ihr das Glas der Spiegel gut abklebt, man will ja was sehen.


Kosten:

ca. 52€ M3-Spiegel + Adapterplatten (bei ebay)
ca. 8,95€ Haftvermittler (400ml)
ca. 16€ Autofarbe (125m/2mal)
ca. 6,95€ Klarlack (400ml)

Gesamt ca. 85€


Lackieren:

Entweder beginnt man hier mit dem leichten Anschleifen des Spiegels oder der Platte um die Oberfläche anzurauhen oder man sprühr gleich den Haftvermittler auf. Solltet ihr schleifen, reinigt die Teile vor dem Aufsprühen des Haftvermittlers mit Terpentinersatz oder ähnlichem und lasst diesen gut trocknen, da sonst der Lack keine glatte Fläche ergibt….
Der Haftvermittler trocknete bei mir recht schnell, nach ca. 25 min konnte ich weitermachen. Der Haftvermittler sieht ein wenig merkwürdig aus auf dem Spiegel, teilweise scheinen sich nasen zu bilden. Wenn ihr aber in mehreren dünnen schichten auftragt, passiert das nicht. Ist nur ne optische Täuschung. Nach ca. einer halben Stunde Wartezeit kommt dann also der eigentliche Lack zum Einsatz.
Wenn möglich den Spiegel so abstellen, dass die flache, dem Auto zugewandte Seite (also die, welche ans Auto montiert wird) auf dem Boden steht. Dann die Anleitung auf dem Lackdöschen befolgen und los geht’s. Wahrscheinlich müsste ihr den Spiegel zum gründlichen Lackieren in die Hand nehmen, da sich die Farbe sonst nicht überall optimal verteilen lässt. Das ist echt schwierig (hatte nach dem Lackieren üble Krämpfe in der Hand) und sollte am besten vor dem Lackieren geübt werden. Der Lack wird zum Glück recht schnell hart, ich hab den Spiegel aber zur Vorsicht recht lange auf der Hand behalten (so ca. 5 minuten). Bei mir haben insgesamt vier Schichten Lack den Weg auf die Spiegel gefunden, mal mögen es mehr werden, mal reichen auch zwei oder drei. Für die Adapterplatten reichten z.b. zwei Schichten aus. Ich habe mit den Adapterplatten angefangen, da man hier am wenigsten falsch machen kann. Somit hatte ich dann etwas Übung und hab bei den Spiegel nicht falsch gemacht.
Nachdem der normale Lack ausreichend angetrocknet ist, kommt dann der Klarlack dran. Ich habe zwischen den einzelnen Schichten Farblack immer etwa 20 minuten abstand gelassen, um mir erst mal das ergebnis anzukucken. Zwischen der letzten Farb- und der ersten Klarlack- schicht habe ich etwa eine halbe Stunde vergehen lassen (ist je nach Lack anders). Der Klarlack wird auch wieder recht dünn aufgetragen, hier habe ich ebenfalls vier Schichten gesprüht. Zwischen den einzelnen Schichten brauchte ich nur jeweils 15 Minuten zu warten, da der Klarlack recht schnell trocknete. Nachdem ich alle Teile 24 Stunden trocknen lassen hatte, gings an den Einbau…


Der Einbau:

Ich habe leider keine Bilder davon, es ist aber eigentlich nicht sonderlich schwierig. Zunächst müssen die Abdeckungen der Spiegelverstellung im Innenraum des Auto abgenommen werden. Da zu muss man ein wenig daran rumziehen und den Verstellstöpsel aus der Aussparung drücken. Wenn die Abdeckung ab ist, kommen einige Schrauben zum Vorschein, die alle ab müssen. Sind zum Teil diese blöden Torx-Dinger, da sie bei mit aber ziemlich locker waren konnte ich sie einfach mit nem Schraubendreher rausdrehen…
Jetzt hat man also alle schrauben ab und kann den alten Spiegel abnehmen. Dazu muss der Verstellmechanismus leicht nach aussen gedrückt werden. Gleichzeitig zieht man vorsichtig am Spiegel und bewegt ihn leicht nach oben und unten. Bei mir gings ohne Probleme. Das gleiche natürlich beim anderen Spiegel wiederholen. Nun kommt da schwierige, der einbau der neuen spiegel.

Zunächst müssen mal die Adapterplatten angebracht werden. Das ging bei mir nicht, da die mitgelieferten Schrauben zu kurz waren. Ich hab dann andere Schrauben genommen und Spiegel und Adapterplatte vorm Einbau zusammengesteckt. Dann hab ich in die von innen sichtbaren Löcher Schrauben geschraubt und hab mich gefragt, ob dass alles war?? Ja, es war tatsächlich alles. Beim Einbau ist allerdings ein wenig Geschick gefragt, ich musste die öcher in der Adapterplatte z.b. nachfeilen, weil sie nicht genau geschnitten waren. Das sollte aber jeder, der ein bischen basteln kann hinkriegen.


Kleiner Tipp:

Passt bloß mit den Lackdosen auf. Ich hatte mehrere beieinander stehen und hab nach einer gegriffen, von der ich dachte es wäre Klarlack. Es war allerdings Alu-Effekt Lack, der in meiner Lackkiste noch rumstand. Das hab ich aber erst gemerkt, als ein Spiegel damit lackiert war *lol*. Zum Glück sah diese Farbe genauso aus, wie meine Wagenfarbe… Also Glück im Unglück, aber da sollte man echt aufpassen, sonst hat man nichts von seiner arbeit.


Das Ergebnis:



Ne Superotpik!


mfg peugeotgebi

PS. ich übernehme keine Haftung für etwaigen Schaden, der entstehen kann.
  
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